Archiv der Kategorie: Blog

Meslektaşımız Doğan Akhanlı’nın Tutuklanması

19 Aǧustos 2017 Cumartesi itibariyle arkadaşımız ve meslektaşımız Dogan Akhanlı’nın Granada’da tutuklandığı haberini büyük bir kaygı ile öğrendik. Resmi kaynaklar tutuklama kararının, Türk hükümetinin isteği doğrultusunda İnterpolun kırmızı bültenine dayanılarak yapıldığını doğrulamış bulunmaktadırlar.

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Libertad para Doğan Akhanlı

Con gran preocupación nos hemos enterado de que nuestro colega, el escritor Doğan Akhanlı, fue detenido en Granada (España) el sábado 19 de Agosto de 2017 en las tempranas horas de la mañana. Agentes del Cuerpo Nacional de la Policía española accionaron acatando una orden de captura internacional de la Interpol por reclamación de las autoridades turcas. Weiterlesen

Verhaftung unseres Kollegen Doğan Akhanlı

Mit großer Sorge haben wir erfahren, dass unser Kollege, der Schriftsteller Doğan Akhanlı, am Samstag, den 19.08.2017, in den frühen Morgenstunden in Granada (Spanien) festgenommen wurde. Die spanische Polizei reagierte nach offiziell bestätigten Angaben auf einen internationalen Dringlichkeitsvermerk von Interpol, den die Türkei veranlasst hatte. Weiterlesen

Decolonize München

Dokumentation eines bundesweit einzigartigen Ausstellungsprojektes zu post/kolonialer Erinnerungskultur. Wie haben sich Kolonialismus und Rassismus in Münchens Stadtbild eingeschrieben? Wie wird mit den Spuren der kolonialen Vergangenheit in der Stadt umgegangen? An welchen Orten verdichten sich postkoloniale Auseinandersetzungen? Was wird debattiert, was verdrängt und verschwiegen? Wer darf sprechen über die Globalgeschichte der Stadt? Wessen Geschichten werden gehört, wessen Lebensspuren wahrgenommen? Was bedeutet Dekolonisieren heute? weiter / bestellen

Nichts gelernt!

Vor drei Jahren haben wir zusammen mit einem großen bundesweiten Bündnis den Offenen Brief “Decolonize Orientierungsrahmen!” [https://decolonizeorientierungsrahmen.wordpress.com/] verfasst. In der Zwischenzeit ist der Orientierungsrahmen überarbeitet und neu aufgelegt wordenund wird in unzähligen Umsetzungsprojekten in Schulen und und in der Zivilgesellschaft verbreitet.
Anfang September diesen Jahres findet erneut eine Fachtagung zum Orientierungsrahmen [https://www.engagement-global.de/veranstaltung-detail/achte-kmk-bmz-fachtagung.html] in Bad Honnef statt. Ein Blick auf das Programm enttäuscht alle, die eine Weiterentwicklung im Sinne einer dekolonialen, emanzipatorischen Bildung erwartet haben. Inhaltlich glänzt die Veranstaltung mit Leerstellen zu macht- und rassismuskritischer Bildungsarbeit. Personell stehen v.a. weiße Männer im Programm. Migrantisch-diasporische und Schwarze Perspektiven sowie Perspektiven of Color fehlen erneut inhaltlich und auf den Podien. Ob die Organisator*innen der Veranstaltung von Engagement global wohl ihr eigenes Positionspapier zum Thema Anti-Rassismus [https://www.engagement-global.de/fachkreise.html?file=files/2_Mediathek/Mediathek_EG/Ueber_uns/Wer_wir_sind/Fachkreise/EG_Positionspapier_Anti-Rassismus.pdf] kennen? Die schönen Worte bleiben jedenfalls was den Orientierungsrahmen angeht, leere Worthülsen. Der Orientierungsrahmen ist nicht in der deutschen Migrationsgesellschaft angekommen. Im Gegenteil, der Orientierungsrahmen dient weiterhin als Werkzeug der Aufrechterhaltung weißer Überlegenheit.

Brechen wir das Schweigen! Solidarität mit Geflüchteten und Retter*innen

Die Situation auf dem Mittelmeer und in Libyen hat sich nochmals brutalisiert. Die Bedingungen für Seenotrettungen werden immer schwieriger. Die EU trägt zu dieser Eskalation bei.
Geflüchtete in Seenot werden derzeit vor allem von NGOs gerettet. Dagegen agiert die von der EU unterstütze sogenannte libysche Küstenwache immer härter gegen Geflüchtete und Retter*innen. Libysche Einheiten, ein undurchsichtiges Geflecht aus Sicherheitskräften, Milizen und Schleusern, schießen auf Rettungsboote und behindern die Arbeit von NGOs auf dem Mittelmeer. In Libyen werden Menschen verschleppt, gefoltert und vergewaltigt. Dies geschieht auch in offiziellen Haftzentren. Weiterlesen

kassel postkolonial

Im deutschen Kolonialismus war Kassel ein bedeutender Knotenpunkt, um koloniale Expansion voranzutreiben und Herrschaftsverhältnisse abzusichern. An vielen Orten finden sich bis heute Spuren davon: Die Orangerie war Schauplatz einer Kolonialaustellung, in der Witzenhäuser
Kolonialschule wurde Personal für die afrikanischen Kolonien ausgebildet und entlang der Unteren Königstraße haben zahlreiche Kolonialwarenläden Produkte vermarktet. Dem Projekt kassel postkolonial ist es wichtig, Verbindungen zwischen Kassels Rolle im historischen
Kolonialismus und unserem Alltag heute zu ziehen und das Nachwirken/Weiterwirken kolonialer Traditionen, Sichtweisen und Herrschaftsverhältnisse sichtbar machen.

Neuerscheinung: Decolonize the City!

Zwischenraum Kollektiv (Hg.)
Zur Kolonialität der Stadt – Gespräche | Aushandlungen | Perspektiven
Decolonize the City! versteht sich als notwendige Intervention in die deutschsprachige Debatte zur ›europäischen Stadt‹. Die Autor*innen fordern eine urbane Dekolonisierung und fragen aus einer rassismuskritischen und solidarischen Perspektive nach dem Alltag und den Kämpfen postkolonialer Migrant*innen und People of Color in der Stadt.

Im Mittelpunkt stehen die Perspektiven derjenigen, die als zugleich rassifizierte, vergeschlechtlichte und sexualisierte ›Andere‹ hervorgebracht und gelesen werden – und sich selbst so verstehen oder auch nicht. Unter anderem geht es um politische Praktiken der Verortung, um Selbstbezeichnung im deutschen/transnationalen Kontext oder das Verhältnis zwischen Stadt und der Verortung rassifizierter Menschen und Communitys.

Nicht zuletzt will dieser Sammelband zu einer dekolonisierenden Wissensproduktion beitragen und zum Archiv von Sprache in antirassistischen Kämpfen.

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