Lokale Globalgeschichte: Vergangenheit verstehen, Zukunft gestalten

Nicht nur in Deutschland herrscht weiterhin die Vorstellung von getrennten und miteinander in Konkurrenz stehenden Nationalstaaten vor. Dies wird durch national abgegrenzte geschichtliche Erzählungen weitestgehend festgeschrieben. Deshalb möchten wir uns in dem vorliegenden Projekt der globalen Geschichte und Gegenwart widmen und uns an Schüler*innen, Multiplikator*innen, Museumsmitarbeiter*innen und die breitere Öffentlichkeit richten. Denn Beispiele für globale Verbindungen und Geschichten, z.B. von Unterdrückung und Widerstand, kann man an vielen Orten finden! Nur sind diese Geschichte(n) oft nicht aufgeschrieben oder ihre globalen Verbindungen werden nicht erinnert.

Hauptmaßnahme des Projektes ist die Entwicklung einer digitalen Landkarte in Berlin und vier weiteren Städten in Zusammenarbeit mit lokalen Gruppen. Diese Karte zeigt durch mind. 15 Einträge pro Stadt lokal-globale Zusammenhänge auf und fördert so die Wahrnehmung internationaler Verbundenheit durch gemeinsame Globalgeschichte. Bestandteile des Projektes Projekt sind Bildungsmaßnahmen und die Weiterentwicklung bestehender globalgeschichtlicher Materialien wie dem eLearning Tool “connecting the dots. Geschichte(n) von Unterdrückung und Widerstand” (www.connecting-the-dots.org).

Lokale Globalgeschichte ist ein Gemeinschaftsprojekt von glokal e.V., ISD-Bund e.V. und Recherche international e.V.

Das Projekt läuft von Mai 2020 bis Ende Dezember 2022. Nähere Informationen z.B. über Veranstaltungen und Veröffentlichungen werden hier bald bekannt gegeben.

Kontakt: geschichte[ÄT]glokal[PUNKT]org

Zur Info empfehlen wir von unseren Projektmitarbeiter*innen:

  • Dogan Akhanli: Deutschland als transnationaler Gedächtnisraum. Veröffentlicht in: Verhaftung in Grandada. Kiepenheuer & Witsch. Köln.
  • Tahir Della 2020: Kolonialgeschichte. Der lange Weg zur Aufarbeitung. Deutschlandfunk 06.01.2020
  • Carolin Philipp 2020: Geschichte dekolonisieren – Globalgeschichte(n) für die Zukunft. Erfahrungen aus der Praxis. In: Stephanie Endter, Nora Landkammer, Karin Schneider (Hg.): Das Museum verlernen? Kolonialität und Vermittlung in ethnologischen Museen. Band 2: Praxen und Reflexionen kritischer Bildung und Wissensproduktion. Wien: Zaglossus (erscheint im Herbst 2020)

Das Projekt wird gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ, sowie aus Haushaltsmitteln des Landes Berlin – Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit und von Brot für die Welt.

https://www.brot-fuer-die-welt.de/