Global Erinnern

Nicht nur in Deutschland herrscht weiterhin die Vorstellung von getrennten und miteinander in Konkurrenz stehenden Nationalstaaten vor. Dies wird durch national abgegrenzte geschichtliche Erzählungen weitestgehend festgeschrieben. Dagegen sehen wir die Notwendigkeit eines transnationalen Erinnerungsraums. In dem Projekt möchten wir uns den globalen Verflechtungen von Geschichte und Gegenwart widmen. Wir richten uns damit an Schüler*innen, Jugendliche, junge und ältere Erwachsene, Multiplikator*innen, Museumsmitarbeiter*innen und die breitere Öffentlichkeit. Denn Beispiele für globale Verbindungen und Geschichten, z.B. von Unterdrückung und Widerstand, kann man an vielen Orten finden! Nur sind diese Geschichte(n) oft nicht aufgeschrieben oder ihre globalen Verbindungen werden nicht erinnert.

Hauptmaßnahme des Projektes sind digitale Stadtkarten in Berlin, Bremen, Frankfurt, Kassel, Köln und Eberswalde in Zusammenarbeit mit lokalen Recherchierenden und Gruppen. Diese Karten zeigen für jede dieser Städte lokal verankerte global-geschichtliche Zusammenhänge auf durch:
– Biographien von Personen, die in der jeweiligen Stadt gewirkt haben
– thematische Stadttouren zu globalen Geschichten
– Ereignisse, die globalgeschichtliche Zusammenhänge aufzeigen
So fördert die Karte die Wahrnehmung internationaler Verbundenheit durch gemeinsame global vernetzte Geschichte(n).

Es besteht auch die Möglichkeit, aktiv an dem Projekt mitzuwirken! Wer individuell, mit einer Gruppe oder Schulklasse Biographien, thematische Touren oder Ereignisse für die Karte recherchieren möchte, um in unterschiedlichen Orten Deutschlands die globalen Verpflechtungen der Geschichte und Gegenwart darzustellen, meldet euch/melden Sie sich unter geschichte[ÄT]glokal[PUNKT]org

Der Kartenlaunch fand am 26.08.2022 im Rahmen der Kunstmesse Documenta15 in Kassel statt.

Weitere Bestandteile des ersten Projektdurchlaufes (2020-2022) waren Bildungsmaßnahmen und die Weiterentwicklung und Übersetzung bestehender globalgeschichtlicher Materialien wie dem eLearning Tool connecting the dots. Geschichte(n) von Unterdrückung und Widerstand. Auch im zweiten Projektdurchlauf (2023-2024) könnt ihr wieder Bildungsmaßnahmen wie Stadtführungen, Schüler:innenworkshops und Workshops für Museumsmitarbeiter:innen buchen.

Lokale Globalgeschichte ist ein Gemeinschaftsprojekt von glokal e.V., ISD-Bund e.V. und Recherche international e.V. Außerdem wird das Projekt von Tahir Della, Promotor für Postkolonialismus und Antirassismus in Berlin, unterstützt.

Nähere Informationen unter Kontakt: geschichte[ÄT]glokal[PUNKT]org

Zur Info empfehlen wir von unseren Projektmitarbeiter*innen:

Das Projekt wird gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ, sowie aus Haushaltsmitteln des Landes Berlin – Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (2020-2024) und von Brot für die Welt (2020-2022).

https://www.brot-fuer-die-welt.de/