Projekte

glokal e.V. arbeitet(e) an folgenden Projekten, in deren Rahmen wir forschen, uns und andere weiterbilden, publizieren usw.

1. OPAT
Das Projekt ‚OPAT – Willkommen ohne Paternalismus‘ führt bereits die zweite Qualifizierungsreihe für Menschen mit Fluchterfahrung durch. Sie werden zu Trainer*innen für Rassismussensibilisierung und Empowerment ausgebildet. Zum Projekt gehören auch Sensibilisierungs-Workshops für Gestalter*innen der Willkommenskultur aus der Mehrheitsgesellschaft sowie Empowerment-Workshops für Menschen mit Fluchtgeschichte und Rassismuserfahrung. Auch Einzelberatungen für Initiativen und Organisationen, die mit Geflüchteten arbeiten werden angeboten. [mehr …]

2. connecting the dots
Das historisch-postkoloniale Ausstellungsprojekt ‚connecting the dots‘ beschäftigt sich mit Gegenwart und Geschichte(n) im globalen und deutschen Kontext, vor allem aus widerständigen, rassifizierten und marginalisierten Perspektiven. Die Ausstellung baut auf dem Projekt ‘Verknüpfte Geschichten’ und dem daraus entstandenen eLearning Tool auf. Sie verbindet aus historisch-postkolonialer Perspektive die Themen Kolonialismus, Rassismus in Deutschland, Mensch und Natur, Arbeit, Kapitalismus, Demokratie und Herrschaft, Kultur, Migration und Flucht, Gender und Sexualität sowie Entwicklung. Die Wanderausstellung kann ab 2019 gebucht werden. [mehr …]

3. Postkoloniale Perspektiven auf Entwicklungszusammenarbeit (2013-2017)
glokal führte wiederholt Projekte zu postkolonialen Perspektiven durch. Mit den Projekten wurden Angebote für Mitarbeitende von entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen geschaffen, damit sie ihre eigene Arbeit aus postkolonialer Perspektive analysieren und verändern können. Durch offene Tages- und Inhouse-Workshops, Prozessbegleitungen und Beratungen wurden sowohl kurz- als auch mittelfristige Möglichkeiten der Auseinandersetzung geschaffen.

Aus den Projekten entstanden u.a. die online-Materialplattform „mangoes & bullets. Materialien für rassismus- und herrschaftskritisches Denken und Handeln“ auf der wir seit 2015 Methoden, Hintergrundtexte, Filme und Videos, Aktivismus und Kunst bereit stellen sowie die Publikation „Das Märchen von der Augenhöhe. Macht und Solidarität in Nord-Süd-Partnerschaften“ (2016).

4. Verknüpfte Geschichte(n) (2016-2017)
Das Projekt beschäftigte sich 2016 und 2017 sich mit historischem Lernen aus postkolonialer Perspektive. Es umfasste Methodenentwicklung, Weiterbildungen, die Entwicklung eines eLearning Tools sowie eine Publikation. Für das eLearning Tool wurden mehr als 160 Zitate aus den letzten 500 Jahren recherchiert, Interpretationshilfen und historische Kontextualisierungen konzipiert und in die von glokal erstellte digitale Maske eingefügt. Die Publikation bietet sowohl Hintergrundtexte zu den zehn Themen des eLearning Tools von Kapitalismus bis Kolonialismus sowie Texte für die praktische pädagogische Arbeit mit unserer Zeitstrahlmethode.

Die Maßnahmen hatten das Ziel, Wissenslücken in Bezug auf historisch-postkoloniale Themen zu füllen, sowie die pädagogischen Grundlagen für historisch-postkoloniales Lernen weiterzuentwickeln. Das eLearning Tool ‘connecting the dots‘ wurde im Rahmen des Bildungskongresses WeltWeitWissen 2018 als herausragendes Beispiel für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. In unserem Nachfolge-Projekt ‘connecting the dots‘ bauen wir auf den Ergebnissen von ‘Verknüpfte Geschichten’ auf und entwickelt eine Wanderausstellung.

4. Dekoloniale Bilderwelten (2016)
Das Projekt widmete sich dem seit langen kritisierten Problem rassistischer Darstellungen in der entwicklungspolitischen Öffentlichkeitsarbeit speziell in der Spendenwerbung. Das Projekt wurde von glokal in Kooperation mit der ‘Initiative Schwarze Menschen in Deutschland’ (ISD-Bund e.V.) durchgeführt. Wir versuchten, neue Bildsprachen als Gegenentwurf zur gängigen Bildpolitik zu denken und zu etablieren. Auf Kreativ-Workshops wurden solche gemeinsam diskutiert und ausprobiert. Mehrere Künstler*innen entwarfen daraufhin entwicklungspolitische Plakate, die keinen Rassismus reproduzieren. Diese wurden im Anschluss an den Workshop im öffentlichen Raum Berlins auf Plakatwänden präsentiert. Zu sehen sind sie auch in der Publikation „Die Spitze des Eisbergs”, die die Projektproblematik nochmal gebündelt aufgreift, vorhandene Stimmen in der kritischen Diskussion um Entwicklungspolitik präsentiert und die Projektebenen zusammenfasst.