KlimaDeSol – Klima dekolonial und solidarisch

Projektkoordination : Lucía Muriel

Die bundesdeutsche Klimabewegung – so wie wir sie seit vielen Jahren kennen, aber auch neue Bewegungen wie die fridays for future – haben sich als eine weiß-deutsche Bewegungen aufgestellt, in denen weiße Debatten und Deutungshoheiten dominieren, die „unter sich“ bleiben und Kämpfe der BPoC und diasporische Perspektiven und deren Vertreter*innen ausblenden. Ausgeblendet werden aber nicht nur BPoC, diasporische Gruppen und deren Realitäten, sondern (wieder) wird nur ein Teil der Geschichte erzählt.

Klima dekolonial und solidarisch (KlimaDeSol) heißt das neue Projekt von glokal e.V., das in diesem Jahr 2020 begonnen hat.
Unser Ziel ist es, der Berliner Klimabewegung Anstöße für eine demokratische, dekoloniale und solidarische Bewegung für Klimagerechtigkeit zu geben.

1. Wir wenden uns zum einen an weiß positionierte Akteur*innen in der Klimabewegung mit Seminaren zu machtkritischen Fragestellungen:

  • Wie schaffen wir gemeinsam Voraussetzungen um eine weiß – dominierte Klimabewegung in eine machtkritische Bewegung für Klimagerechtigkeit zu verwandeln?
  • Welche Schritte braucht das?
  • Wo sind die Chancen für eine Solidarisierung?
  • Welche Folgen hat das Ausblenden der Black- und of-Color-Aktivist*innen für die gesamte Bewegung?

Und 2. Wenden wir uns an BPoC und diasporische Aktivist*innen (insbesondere aus dem Süden) mit empowernden, kreativen und künstlerischen Workshops, in denen der Beitrag der Aktivist*innen im Süden gewürdigt und ins Alltagsbewusstsein getragen werden soll.

Und für alle, die mehr über den Zusammenhang zwischen kolonial geprägter Ungleichheit, mit Machtkritik, Dominanz und alternativen gesellschaftlichen und nachhaltigen Modellen erfahren wollen bzw. den Austausch dazu suchen, werden wir in diesem Jahr Symposien, Fachkreise und andere Foren anbieten.
Zentral wird der Blick darauf gelenkt, was aus der dominanten Narrative „ausgeschnitten“ wird.

  • Unter welchen Bedingungen finden die Kämpfe um Klimagerechtigkeit im Süden statt?
  • Was heißt es, im Süden Klimaaktivistin zu sein?
  • Wer genau sind sie?
  • Wie ist der Süden genau vom Klimawandel betroffen und warum?
  • Was war und ist der Beitrag des Südens zur Dramatik der Erderwärmung?
  • Wo liegen die Wurzeln der Widerstände gegen Erderwärmung und Klimawandel?

Die Termine für die Workshops stehen fest und sind an den Tagen:

Workshop 1 am 11.04.2020, 10 bis 15 Uhr

Workshop 2 am 18.04.2020, 10 bis 15 Uhr

Workshop 3 am 25.04.2020, 10 bis 15 Uhr

Workshop 4 am 09.05.2020, 10 bis 15 Uhr

Ort:

Emmaus-Ölberg-Gemeinde

Lausitzer Platz 8a
10997 Berlin

Das Projekt wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ sowie der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit Berlin.