KlimaDeSol – Informationen aktualisiert mit Terminen für Empowerment – Reihe

PROJEKT Klima Dekolonial und Solidarisch

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Die bundesdeutsche Klimabewegung – so wie wir sie seit vielen Jahren kennen, aber auch neue Bewegungen wie die fridays for future – hat sich als eine weiß-deutsche Bewegung aufgestellt, in denen weiße Debatten und Deutungshoheiten dominieren, gleichzeitig „unter sich“ bleibt und die Kämpfe der BPOC, diasporische Perspektiven und deren Vertreter*innen ausblendet. Im Ergebnis wird (wieder) nur der weiße Teil der Geschichte erzählt!

Unser Ziel ist es, der Klimabewegung wichtige Impulse zu einer demokratischen, dekolonialen und solidarischen Bewegung um Klimagerechtigkeit zu geben, sondern auch dem bisher weiß – elitär und westlich dominierten Konzept von Klima eine dekoloniale, ganzheitliche und intersektionale Narrative entgegenzusetzen.

Mit dekolonial ist die konsequente rassismus- und machtkritische Narrative des kolonial – historischen Umgangs mit dem Planeten bis in unsere Gegenwart aus der Perspektive von widerständigen Menschen des Globalen Südens und von BIPoC, diasporischen und migrantischen Aktiven im globalen Norden gemeint.

Empowerment – Reihe (Flyer zum download hier)

Ziel ist es, die Teilnehmer*innen zu empowern und die historisch und aktuell bedeutsamen Beiträge der Akteur*innen im Globalen Süden, der BPoC und der Diapsora weltweit zur Klimagerechtigkeit und zum Klimaschutz tief in das Alltagsbewußtsein zu verankern.

Der erste Workshop ist in zwei Modulen eingeteilt, die digital stattfinden werden.

In den Modulen 1 und 2 des ersten Workshop werden die Kämpfe, die Biografien und Wurzeln von im Globalen Norden lebenden BiPoC wertschätzend dargestellt. Die im Globalen Süden geführten Kämpfe und die Zusammenhänge zwischen Zerstörung der Lebensgrundlagen im Globalen Süden durch den globalen norden anhand von Recherchen, Publikationen und Dokumentationen erfahren und geteilt.

Modul 1 findet am Mittwoch, den 01. Juli 2020 statt – Modul 2 findet am Mittwoch, den 12. August 2020 statt.

jeweils von 14 bis 17 Uhr

Referentin: Lucía Muriel, glokal e.V.

Moderation: Adam Baher, glokal e.V. / angefragt

Alle Termine für den Künstlerischen Teil der Empowerment – Reihe

1. künstlerischer WS 20. August 2020

als online – Seminar, ca. 3 Stunden:

Übungen, Methoden, kleine Aufgaben zum Umgang mit visuellem Material

2. künstlerischer WS am 08. September 2020

Präsenz – Workshop, Risikopersonen bezüglich COVID 19 können sich online dazuschalten, max. 6 Stunden / Verpflegung

Herausfinden was gemacht / produziert werden soll

3. künstlerischer WS am 29.September 2020

Präsenz – Workshop, Vorbereitung, Begehung, Ortserkundung, Materialien (zuschneiden, malen etc.), max. 4 Stunden,

4. künstlerischer WS am 12.Oktober 2020

Tag für die Aktion draußen, am ausgewählten Ort, möglicherweise mobil, 2 – 3 Stunden!Datum 12. Oktober als Gedenktag für koloniale Gewalt, Genozid und Ausbeutung gegen die Menschheit und gegen den Planeten

Partizipation und Anfahrtskosten:

Um an den Präsenzterminen an den Tagen 08. September; 29. September und am 12. Oktober auch außerhalb von Berlin teilnehmen zu können, werden entsprechend vorhandener Mittel Fahrtkosten (anteilig) übernommen.

Bitte Bedarf hier anmelden.

Die gesamte Workshop – Reihe ist als safer space1 für BPoC gedacht sowie für Vertreter*innen der diversen Diasporen und migrantischen Communities mit Bezug zum Globalen Süden.

1Warum Safer Space? Darunter verstehen wir einen Raum, der einem Individuum Schutz vor rassistisch, sexistisch u.a. motivierten Verletzungen – sei es durch Handlungen, Wörter oder Bilder – bietet.

Anmeldung:

Es wird eine verbindliche Teilnahme an allen vier Workshop – Tagen erwartet.

Da die Teilnehmer*innenzahl beschränkt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. In dieser sollen die eigene gesellschaftliche Positionierung und die Motivation für die Teilnahme erwähnt werden.

Anmeldung bitte nur über: muriel[at]glokal.org

Nach der bestätigten Anmeldung versenden wir die Zugangsdaten zum digitalen Forum.

Koordination: Lucía Muriel, glokal e.V.

Fortbildungsreihe (Flyer zum download hier) Die Webinare I und II sind ausgebucht.

Mit sechs Seminaren bzw. Webinaren wenden wir uns sowohl an weiß positionierte Menschen in der Klimabewegung zu machtkritischen Fragestellungen als auch an Aktive der Klimabewegung, der Klimagerechtigkeit und der diversen Grass – Roots – Bewegung. Zentral wird der Blick darauf gelenkt, was aus der dominanten Darstellung „ausgeschnitten“ wird.

Entsprechend der machtkritischen Perspektive werden die Expertisen von Aktiven, Referent*innen und Dozent*innen mit migrantischen und diasporischen Bezügen besonders gewürdigt. Zu Wort kommen u.a. diejenigen, dessen Engagement eng verknüpft ist mit den Bewegungen, Diskursen und Kämpfen in Ländern des Globalen Südens.

Webinar 1 (ausgebucht, Anmeldungen nicht mehr möglich)

Titel: Wie funktioniert Klimagerechtigkeit vor Ort?  Wir eröffnen die Reihe mit einem Blick auf die Leerstellen in der Kooperation zwischen Aktiven aus den diversen Communities und der weiß- deutschen Klimabewegung

  • Wie schaffen wir es eine weiß – dominante Klimabewegung in eine machtkritische Bewegung für Klimagerechtigkeit zu verwandeln?

  • Welche Schritte braucht das?

  • Welche Folgen hat das Ausblenden der Black Aktivist*innen und die of Color für die gesamte Bewegung?

Wann: am 22. Juni 2020

Dauer: 14 bis 17 Uhr

Wer: Paulino Miguel, Fachpromotor für migrantische Vernetzung und Empowerment im Forum der Kuturen, Stuttgart  und Nadja Losse, Referentin für Capacity Building & Migration, Diaspora und interkulturelle Öffnung, Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V.

Hinweis: Zur Vorbereitung auf das Webinar wird die Publikation „Die bundesdeutsche Eine-Welt-Arbeit aus einem Guss? empfohlen. Diese ist für 4 Euro über glokal e.V. zu erwerben. Bestellung bitte an info@glokal.org

Webinar 2 (ausgebucht, Anmeldungen nicht mehr möglich)

Titel: Dekolonisierung des Denkens über eine zukunftsfähige Welt. Klimakrise anders denken

  • Wie weiß ist die Klimabewegung?

  • Wer hat das Sagen, was wird diskutiert, was nicht?

  • Übernahme von Diskursen bzw. welche Anknüpfung aus dem Süden gibt es?

  • Was wäre die beste Lösung?

Wann: am 25.06. 2020

Dauer von 14 bis 17 Uhr

Dr. Boniface Mabanza Bambu , Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA, Ecumenical Service on Southern Africa

Weitere Themen sind in Vorbereitung und werden rechtzeitig bekannt gegeben. In welchem Format diese organisiert werden, wird sich erst nach Einschätzung der aktuellen Pandemie – Entwicklung und der Folgen für uns entscheiden.

Partizipation und Engagement

Für alle, die mehr über den Zusammenhang zwischen kolonial geprägter Ungleichheit, mit Machtkritik, Dominanz und alternativen gesellschaftlichen und nachhaltigen Modellen erfahren wollen bzw. den Austausch dazu suchen, werden wir in 2020, 2021 und 2022 Symposien, Fachkreise und andere Foren anbieten.

Es wird viele Möglichkeiten zur Vernetzung, Teilhabe und Mitgestaltung geben.

Anmeldung:

Eine Anmeldung mit Angabe der eigenen gesellschaftlichen Positionierung und die Motivation für die Teilnahme ist erforderlich.

Anmeldungen bitte nur über: muriel[at]glokal.org

Nach der bestätigten Anmeldung versenden wir die Zugangsdaten zum digitalen Forum.

Koordination: Lucía Muriel, glokal e.V.

Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenfrei.

Das Projekt wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ sowie der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit Berlin.