Fünftes Seminar: Dialog mit drei indigenen Vertreter*innen und ihre Perspektiven auf die aktuelle Situation der Erde

PROJEKT Klima Dekolonial und Solidarisch – KlimaDeSol

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Mit sechs online – Seminaren wenden wir uns an Aktive der Klimabewegung, der Klimagerechtigkeit und der diversen Grass – Roots – Bewegung. Hier kommen diejenigen zu Wort, die in der weiß – dominanten Debatte zu Klimagerechtigkeit ausgeblendet werden: Aktive, Expert*innen und Dozent*innen mit migrantischen und diasporischen Bezügen, dessen Engagement eng verknüpft ist mit den Bewegungen, Diskursen und Kämpfen in Ländern des Globalen Südens.

Fünftes Online – Seminar

In unserem kommenden Seminar werden wir die Chance haben, mit den indigenen Aktivist*innen Leandro Janamejoy, Anyi M.Martinez und Sandro Piaguaje über deren Kämpfe um den Erhalt unseres Planeten zu lernen.

Indigene Aktivist*innen und Gelehrte sind die ältesten Umwelt- und Klimaschützer*innen der Erde! Von ihnen können wir vor allem lernen, WIE unser Verhältnis zum Planeten und unser Zusammenleben mit der Umwelt aus deren Perspektive wahrgenommen wird.

In Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V. in München.

Titel: Dialog mit indigenen Vertreter*innen und ihre Perspektiven auf die aktuelle Situation der Erde

Wann: am 28.10. 2021

Dauer: 16 bis 19 Uhr

Wer: Leandro Janamejoy Guerrero, Anyi Martinez und Sandro Piaguaje

Alle drei sind Mitglieder der indigenen Inga-Gemeinde in Aponte, Nariño, im Süden Kolumbiens. In Kolumbien wohnen 29.000 Ingas, davon 3.600 in seiner Gemeinde.

Unser Ziel ist es, der Klimabewegung wichtige Impulse zu einer demokratischen, dekolonialen und solidarischen Bewegung um Klimagerechtigkeit zu geben, als auch dem bisher weiß und westlich dominierten Konzept von Klima eine ganzheitliche und intersektionale Narrative entgegenzusetzen.

Mit dekolonial ist die konsequente rassismus- und machtkritische Perspektive von widerständigen Menschen des Globalen Südens und von BIPoC, diasporischen und migrantischen Aktiven im globalen Norden auf die kolonial – ungebrochene Zerstörungspraxis gegenüber dem Planeten bis in unsere Gegenwart gemeint.

Anmeldungen ab sofort nur unter muriel@glokal.org

Nach der bestätigten Anmeldung versenden wir die Zugangsdaten zum digitalen Forum.

Koordination: Lucía Muriel, glokal e.V.

Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenfrei.

KlimaDeSol wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ sowie der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit Berlin.

Vergangene Seminare 2021

Titel: Ökozid – Ein Instrument zur Bekämpfung von dekolonialen Kontiniutäten in der Klimadebatte.

Auf der UN-Klimakonferenz in Cancún 2010 unterbreitete sie der UN-Völkerrechtskommission einen Vorschlag, in dem Ökozid definiert wurde als „umfangreicher Verlust, Beschädigung oder Zerstörung von Ökosystemen eines bestimmten Gebiets, so dass die friedliche Wohlfahrt (original: enjoyment) der Einwohner stark beeinträchtigt wurde oder wird.

Der Referent Peter Donatus wird sich Fragen zuwenden wie:

  • Wie steht es um die Umsetzung der Anwendung?
  • Was genau steht dahinter und wer sind die globalen Akteur*innen?
  • Welcher Zusammenhang besteht zwischen Ökozid und Klimakatastrophe sowohl im Nigerdelta als auch global?
  • Wann: am 04. Mai 2021
  • Dauer: 16 bis 19 Uhr
  • Wer: Peter Donatus

Peter Donatus ist nigerianischer freier Journalist, Menschenrechtsaktivist und als Umweltaktivist langjähriger Kritiker des Shell-Konzerns. Er ist Begründer von Payday Africa und gehört zu den prägenden Stimmen der antikolonialen Klimadebatte aus dem Süden und in der Diaspora in Europa.

Zweites Online – Seminar

Titel: Klimabewegung und die koloniale Kontinuität

Alle reden von Dekolonisierung, was bedeutet sie im Zusammenhang mit der Klimabewegung? Wie läßt sich die deutsche  Bewegung zur Klimagerechtigkeit mit antirassistischen und postkolonialen Perspektiven zusammen denken?

Wir wiederholen dieses Thema, da das am meisten nachgefragten Seminare aus dem Jahr 2020 ist. Viele konnten nicht daran teilnehmen und baten darum, noch einmal das Thema aufzugreifen.

  • Wann: 13.08.2021
  • Dauer: 14 bis 17 Uhr
  • Wer: Tahir Della, Promotor für Postkolonialismus und Antirassismus, ISD/ glokal e.V.

Drittes Online – Seminar

Titel: Loss, Damage & Reparative Justice – Die Bedeutung von Reparationen und Repair auf dem Weg in eine klimagerechte Zukunft

Loss & Damage – also in der Folge des Klimawandels entstandene Schäden und Verluste – treten in vielen Ländern des Globalen Südens bereits mit enormen Ausmaß auf. Seit Beginn der Klimaverhandlungen fordern Länder des Globalen Südens auf Basis der unterschiedlichen Verantwortlichkeit für die Klimakrise kompensative Maßnahmen.

Welche Bedeutung also hat reparative Gerechtigkeit im Kontext der Klimakrise? Siehe auch hier

  • Wann: am 31. August 2021
  • Dauer: 16 bis 19 Uhr
  • Wer: Imeh Ituen

Imeh Ituen hat Sozialwissenschaften, Umweltmanagement und Indigenous Australian Studies studiert. Als Aktivistin und Wissenschaftlerin beschäftigt sich Imeh Ituen mit Fragen von Kolonialität und Rassismus in der Umwelt- und Klimakrise. Sie ist Teil von Black Earth einem BIPoC Umwelt- und Klimagerechtigkeitskollektiv in Berlin.

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Anmeldung:

Anmeldungen bitte nur über: muriel[at]glokal.org

Nach der bestätigten Anmeldung versenden wir die Zugangsdaten zum digitalen Forum.

Koordination: Lucía Muriel, glokal e.V.

Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenfrei.

Das Projekt wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ sowie der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit Berlin.

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Podiumsdiskussion: Rassismus, Kolonialismus und Umweltschutz hier

Dekoloniale Perspektiven auf die Klimakrise hier

KlimaDeSol – Empowerment – hier die News:

Hallo an alle!
Dieses Wochenende hat die BIPoC Climate Justice Conference 2020 stattgefunden. Drei Podiumsdiskussionen wurden aufgezeichnet, ihr könnt sie hier anschauen: https://bipoclimatejusticenetwork.de/bipoc-cj-conf2020/livestream/ Es lohnt sich!
Am Samstag gab es einen Raum, in dem sich unterschiedliche Gruppen (Black Earth, BUND Jugend, UCC, Red Feministas, Bloque Latinoaméricano u.v.a.) vorstellen konnten und Chepita und ich haben über KlimaDeSol gesprochen. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und wir konnten nicht alles so ausführlich erzählen wie wir wollten.
Chepita hat dazu in der Signal und Telegram Gruppe geschrieben:
“Hey, yes it was nice. We had just 10 minutes so was not too much time to explain much more that the document [Dodo] already shared with us via email. We presented also the video and some fotos and spoke a bit about the intervention. We wanted afterwards to speak about the action of Gruppe6 but unfortunately our time was up and we had to give the voice to the next group that was programed.we shared what Gruppe6 sent [Dodo] on the chat of the online discussion.https://bipoclimatejusticenetwork.de/bipoc-cj-conf2020/livestream/
Generell war die Stimmung in der session gut, es war wirklich schön & empowernd zu sehen, dass und wie viele weitere Akteur:innen es gibt. 
 
Was wir (mehr oder weniger) gesagt haben, findet ihr hier weiter unten :) Wenn jemand gerne eine Übersetzung hätte, einfach nachfragen. 
 
Einen schönen Abend & viele Grüße!
Lucía Muriel,
Chepita und Dodo
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Who are we?
“KlimaDeSol” stands for “Klima dekolonial und solidarisch”, engl. “decolonial and solidary climate”. KlimaDeSol is a project that started out as a series of empowerment workshops in the spring and summer of 2020 for BIPoC, people from the diaspora and migrant communities, who are involved in the climate justice movement. It is coordinated by Lucía Muriel from the association glokal e.V.

Over the last decades as well as in the present, the German climate movement with mainstream organizations like fff and/or GP etc. has proven to be predominantly white. Debates within the movement are dominated by white perspectives and decision-making, the structures are exclusive and the efforts of BIPoC and perspectives from diaspora and migrant communities are dismissed and disregarded. The consequence is that, once again, only the white part of the story is being told.
KlimaDeSol aims to fundamentally contribute to a democratic, decolonial and solidarity movement regarding climate justice. It directly opposes the white, elitary and western dominated concept of climate with a decolonial, holistic and intersectional narrative. To reach this goal, KlimaDeSol seeks to empower BIPoC and people from the diaspora and migrant communities. We shift the paradigm by focusing on the crucial contribution and resistance of BIPoC worldwide against ecological destruction and colonial structures and racism. We want to anchor this knowledge and framing regarding climate justice and climate protection deeply into our everyday consciousness. This means to us as well that we reclaim the climate justice movement for us. KlimaDeSol is a space for us by us, so with KlimaDeSol we also create a safer space for us. By “decolonial” we understand the consequent critique of power and racial oppression regarding the historical and present colonial way of inhabiting this planet from the perspective of resistant people from the Global South as well as BIPoC, activists from diaspora and migrant activists in the Global North. At the moment we are still engaged in the process of coming together, finding ourselves as a group and defining concrete goals and/or self-understanding etc.What do we do?
The series of empowerment workshops were divided into two parts. In the first part we focused on the resistance and struggles against the destruction of ecosystems and livelihoods of BIPoC in the Global South and Global North. In the second part we had the opportunity to start a process of self-empowerment through collective art work and creativity. The idea was to go into creative and artistic action on the 12th of October as an act of resistance and commemoration of colonial violence, genocide and oppression of colonized people worldwide. This process was accompanied by Yili Rojas and Paola Reyes, who supported the collective essentially with their own experiences, perspectives and skills as artists, activists and PoC.ACTIONS
One action based on the idea to make visible the century old as well as recent resistance especially of Black women*, women* of color against ecological destruction, racism and ongoing colonial structures. It was important to us to shift the narrative in a way that it visualized and told the stories of BIPoC resistance to not reproduce the white narrative of “white saviorism” or to show the faces of white oppressors again. Therefore, we collected pictures & names of important figures and collectives of resistance and projected these onto the walls of buildings in the city of Berlin. [Video+Pictures]Another action used sound as a method to create an intervention. This group will use the anniversary of the so-called Berlin-Congo Conference as an opportunity to point out and draw attention to the colonial continuities and their impact on the environment and social affairs in the equatorial belt through our capitalist-driven consumer society. On November 15th 1884 the colonialists began the civilisation-breaking division of the African continent. Their decisions are still effective today. With various consumer goods, the group will raise awareness of the consequences we accept and the existing resistance, which are all too often overlooked. déchainé (fr. for unleash, unchain) deals with the production chains of (neo)colonial goods and gives them an acoustic body. In its first approach individual sounds of the production, distribution, consumption and enjoyment of coffee meet and generate illuminating sound collages. Because of the Covid-19 questions, the action is being digitally processed. We invite you to visit the decolonize-your.net website on Sunday to find out more.The group is still at the beginning but very much looking forward to anything that comes and is determined to raise our voices against racism, colonial structures and oppression and ecological destruction, and reclaiming the climate justice movement.Thank you everyone for listening! <3

 

Koordination: Lucía Muriel, glokal e.V.

Fortbildungsreihe  2020 (Flyer zum download hier)

Mit sechs Seminaren, teilweise online wenden wir uns sowohl an weiß positionierte Menschen in der Klimabewegung zu machtkritischen Fragestellungen als auch an Aktive der Klimabewegung, der Klimagerechtigkeit und der diversen Grass – Roots – Bewegung. Zentral wird der Blick darauf gelenkt, was aus der dominanten Darstellung „ausgeschnitten“ wird.

Entsprechend der machtkritischen Perspektive werden die Expertisen von Aktiven, Referent*innen und Dozent*innen mit migrantischen und diasporischen Bezügen besonders gewürdigt. Zu Wort kommen u.a. diejenigen, dessen Engagement eng verknüpft ist mit den Bewegungen, Diskursen und Kämpfen in Ländern des Globalen Südens.

Online Seminar 1 (ausgebucht, Anmeldungen nicht mehr möglich)

Titel: Wie funktioniert Klimagerechtigkeit vor Ort?  Wir eröffnen die Reihe mit einem Blick auf die Leerstellen in der Kooperation zwischen Aktiven aus den diversen Communities und der weiß- deutschen Klimabewegung

  • Wie schaffen wir es eine weiß – dominante Klimabewegung in eine machtkritische Bewegung für Klimagerechtigkeit zu verwandeln?

  • Welche Schritte braucht das?

  • Welche Folgen hat das Ausblenden der Black Aktivist*innen und die of Color für die gesamte Bewegung?

Hinweis: Zur Vorbereitung auf das Online Seminar wird die Publikation „Die bundesdeutsche Eine-Welt-Arbeit aus einem Guss? empfohlen. Diese ist für 4 Euro über glokal e.V. zu erwerben. Bestellung bitte an info@glokal.org

Online Seminar 2 (ausgebucht, Anmeldungen nicht mehr möglich)

Titel: Dekolonisierung des Denkens über eine zukunftsfähige Welt. Klimakrise anders denken

  • Wie weiß ist die Klimabewegung?

  • Wer hat das Sagen, was wird diskutiert, was nicht?

  • Übernahme von Diskursen bzw. welche Anknüpfung aus dem Süden gibt es?

  • Was wäre die beste Lösung?

Online – Seminar 3

Titel: Klimabewegung und die koloniale Kontinuität

Alle reden von Dekolonisierung, was bedeutet sie im Zusammenhang mit der Klimabewegung? Wie läßt sich die deutsche Klimagerechtigkeitsbewegung mit antirassistischen und postkolonialen Perspektiven zusammen denken?

Weitere Themen sind in Vorbereitung und werden rechtzeitig bekannt gegeben. In welchem Format diese organisiert werden, wird sich erst nach Einschätzung der aktuellen Pandemie – Entwicklung und der Folgen für uns entscheiden.

Partizipation und Engagement

Für alle, die mehr über den Zusammenhang zwischen kolonial geprägter Ungleichheit, mit Machtkritik, Dominanz und alternativen gesellschaftlichen und nachhaltigen Modellen erfahren wollen bzw. den Austausch dazu suchen, werden wir in 2020, 2021 und 2022 Symposien, Fachkreise und andere Foren anbieten.

Es wird viele Möglichkeiten zur Vernetzung, Teilhabe und Mitgestaltung geben.

Anmeldung:

Eine Anmeldung mit Angabe der eigenen gesellschaftlichen Positionierung und die Motivation für die Teilnahme ist erforderlich.

Anmeldungen bitte nur über: muriel[at]glokal.org

Nach der bestätigten Anmeldung versenden wir die Zugangsdaten zum digitalen Forum.

Koordination: Lucía Muriel, glokal e.V.

Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenfrei.

Das Projekt wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ sowie der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit Berlin.