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Umfrage zum Thema „Diskriminierung in Deutschland“

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und verschiedene NGO’s der Schwarzen/PoC Community und NGO’s

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, sehr geehrte Interessierte,

am 1. September startet die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) die bisher größte Umfrage zum Thema „Diskriminierung in Deutschland“.

Bis zum 30. November können sich alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren zu ihren selbst erlebten oder beobachteten Diskriminierungserfahrungen äußern. Diese Umfrage, die wir gemeinsam mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung durchführen, soll Diskriminierungen sichtbar machen. Wir wollen auch wissen, welche Auswirkungen Diskriminierungen auf Menschen haben und wie sie damit umgehen. Die Ergebnisse der Umfrage und Handlungsempfehlungen wird die Antidiskriminierungsstelle dem Deutschen Bundestag vorlegen.

Um eine möglichst große Beteiligung an der Umfrage zu erreichen und eine breite Öffentlichkeit für das Thema Diskriminierung zu sensibilisieren, brauchen wir Ihre Unterstützung.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie über Ihre Netzwerke, Ihre Webseite, Ihre Publikationen und Newsletter sowie im Rahmen Ihrer Veranstaltungen auf die Umfrage aufmerksam machen.

Angefügt finden Sie das Banner zur Umfrage in 3 Formaten. Dieses können Sie auf Ihre Webseite und Social-Media-Seiten stellen und mit der URL www.umfrage-diskriminierung.de verlinken.

Unter dieser URL finden Sie alle Informationen zur Umfrage und ab dem 1. September 2015 auch den direkten Link zum Fragebogen.  Diesen wird es online auch in Leichter Sprache geben.

Als Druckmaterialien haben wir Flyer, Postkarten, Aufkleber, Plakate in DIN A2 und selbstverständlich den Fragebogen. Diese Materialien können Sie kostenlos bei der Antidiskriminierungsstelle bestellen. Hier finden Sie den Flyer -> Flyer_DINlang_09_06

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Umbenennung der „Mohrenstraße“ in Berlin Mitte

Presseeinladung für Sonntag, 23. August 2015 um 16 Uhr

Umbenennung der „Mohrenstraße“ in Berlin Mitte

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen im Berliner Stadtbezirk Mitte über die von afrikanischen, Schwarzen und solidarischen Organisationen geforderte Dekolonisierung des öffentlichen Raums lädt das NGO-Bündnis „Decolonize Mitte“ für den 23.8. um 16 Uhr zur (symbolischen) Umbenennung der M-Straße mit ihrer diskriminierenden Fremdbezeichnung für Schwarze Menschen ein.

Die Presseaktion erfolgt im Rahmen des „Umbenennungsfestes“ für die Straße, das am 23.8.2015 von 14-20 Uhr am gleichnamigen Berliner U-Bahnhof stattfinden wird.

Die Veranstaltung mit zahlreichen Redebeiträgen (u.a. vom Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde, vom Afrika-Rat Berlin-Brandenburg und von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland), Spoken Word Art (Stefanie-Lahya Aukongo) und Musik (Carmel Zoum, DJ Zhao, YANSN u.v.m.), findet anlässlich des Internationalen Tages zum Gedenken an den Versklavungshandel und seine Abschaffung statt.

Mit der Veranstaltung erinnert das Bündnis an Berlins direkte Beteiligung am transatlantischen Versklavungshandel im späten 17. Jahrhundert, auf die auch der rassistische Straßenname zurückgeht.

Die Vereinten Nationen, die kürzlich die Dekade der Menschen afrikanischer Herkunft ausgerufen haben, wählten den Gedenktag in Würdigung des revolutionären Befreiungskampfes der versklavten Schwarzen Bevölkerung von Santo Domingo, der am 23. August 1791 begann.

Im Sinne dieser UN-Aktivitäten fordert das Bündnis „Decolonize Mitte“ den Stadtbezirk nachdrücklich dazu auf, den beleidigenden Straßennamen endlich aus dem Stadtbild zu entfernen, den kolonialhistorischen Kontext vor Ort kritisch zu thematisieren und in Berlins Mitte eine Persönlichkeit afrikanischer Herkunft zu ehren.

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Als neuen Namengeber schlägt das Bündnis Nelson Mandela oder Anton Wilhelm Amo (1703-ca. 1753) – den als Kind versklavten, ersten Akademiker afrikanischer Herkunft in Preußen und Streiter für die Rechte Schwarzer Menschen in Europa – vor.

Für den anstehenden Prozess der Umbenennung und Aufklärung der Berliner Bevölkerung bietet das Bündnis seine Unterstützung an.

Kontakt: Tahir Della, 0152 5421 7327, tahirdella(at)isdonline.de &

Christian Kopp, 0179 9100 976, buero(at)berlin-postkolonial.de

Aufruf zur Beteiligung: Projekt PEACE-Int für den Aufbau eines starken und kritische Netzwerks in Afrika

Peer Exchange of African Communities for Empowerment (P.E.A.C.E) is a network and platform for peer exchange of scientific, academic and societal issues concerning Africans aimed at empowering, giving back to the Community (GiBaCo) and fighting „Brain Drain“ in our African Communities. Part of the challenge is also to train Community members on how to document and analyse the impacts of their engagement. Siehe dazu dieses Video und vor allem den Aufruf zur Beteiligung hier.

VertreterIinnen von Herero und Nama besuchen Berlin

Nach der Armenien-Debatte fordern Zivilgesellschaft und Opposition die Anerkennung des 1904-08 von der deutschen „Schutztruppe“ begangenen Völkermords im heutigen Namibia. In Berlin werden führende Herero und Nama für die Übergabe eines Appels, öffentliche Gedenkveranstaltungen und Diskussionsrunden erwartet. Weiterlesen

Antiromaismus. Rassismus, Exotismus und deutsche Geschichte in der Gegenwart

Seit einigen Tagen gibt es auf der Berliner reflect-Mailing-Liste eine Debatte zu Antiromaismus und Rassismus insgesamt. Eine von Antiromaismus negativ betroffene Person hatte die Mail einer Weißen Person kritisiert, deren Benutzernamen „gypsy“ beinhaltete und die davon handelte, sich „nach dem vielen rumzigeunern“ in Berlin niederlassen zu wollen. Auf Rückfrage schrieb sie, dass sie das Recht hätte, damit positiv ihr Lebensgefühl zu beschreiben. Der Person, die das als rassistisch problematisierte, wurde mit massiven Angriffen begegnet (im Sinne von „entspann dich mal“, „Weiße werden auch diskriminiert“, „wissenschaftlich betrachtet stellt sich das ganz anders dar“, „wenn du so reagierst, kann man dich ja nicht ernst nehmen“ etc., d.h. klassische, in fast jedem Buch zu Rassismus nachschlagbare Abwehrreaktionen). Den Austausch in Form von mehr als 100 E-Mails können wir hier nicht nacherzählen, aber wir bloggen hier in leicht veränderter Form die E-Mail eines Mitglieds von glokal, die auf einige Mails Bezug nimmt. Damit ist, so hoffen wir, auch ohne genaues Wissen um die vorangegangenen Mails etwas anzufangen. Weiterlesen

Appell „Völkermord ist Völkermord!“

Nach Deutschlands Drängen auf Anerkennung des Genozids an der armenischen Bevölkerung durch die Türkei fordern zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auch von Deutschland eine offizielle Anerkennung und Entschuldigung für den Völkermord an den OvaHerero und Nama 1904-08 im heutigen Namibia.

Anlässlich des 100. Jahrestages des Endes der Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ am 9. Juli 2015 sind über 150 namhafte Vertreter*innen aus Politik und Wissenschaft, Kirchen und Kultur, aus der Black Community und den NROs mit dem gemeinsamen Appell „Völkermord ist Völkermord!“ an die Öffentlichkeit getreten.

Der Appell kann hier unterzeichnet werden und auf der Kampagnenwebseite gibt es mehr Informationen.

Nicht-Fest für das Berliner Schloss/Humboldt-Forum

NICHTfest für das Berliner Schloss/Humboldt-Forum am 11./12.6.2015

Einladung des Kampagnenbündnises No Humboldt 21!

Während den Einen alles geraubt wurde, präsentieren die Anderen die Schätze der Welt.
Während die Einen noch immer auf eine Entschuldigung für Deutschlands ersten Genozid warten, bauen die Anderen den Palast preußischer Sklavenhändler und Völkermörder wieder auf.
Während an den Gebeinen der Einen bis heute geforscht wird, ehren die Anderen den Grabräuber Humboldt und preisen die europäische Aufklärung, Wissenschaft und Humanität.
Während die Einen im Mittelmeer sterben, laden die Anderen die ganze Welt zu sich ins Schloss.

Donnerstag, 11.6. um 22:30 Uhr
Schinkelplatz am Berliner Schloss/Humboldt-Forum
Remember Resistance!
Event unterstützt von transparent-lichtdesign / Ingo Stahl-Blood

Freitag, 12.6. von 11 bis 15:30 Uhr
Lustgarten am Berliner Schloss/Humboldt-Forum
„SIE feiern in Weiß, WIR trauern in Schwarz“
Protestkundgebung mit Reden, Dichtung, Spoken Word Art und Gesang

Kontakt: Tahir Della | 015254217327 | tahirdella@isdonline.de
Christian Kopp | 1799 100976 | buero@berlin-postkolonial.de
Fb: https://www.facebook.com/events/426502900860921/

Kritische Aktionär/innen bei der BAYER-Jahresversammlung

Vorgestern intervenierten unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen bei der Aktionärsversammlung von BAYER (dem „wertvollsten“ deutschen Unternehmen) in Köln. Auf der Seite der Coordination gegen BAYER-Gefahren finden sich einige Reden, so auch die u.a. im Namen von glokal e.V. gehaltenen zu „Profit im Windschatten eines bevölkerungspolitischen Revivals in der internationalen Entwicklungspolitik“ und zu „Hormonimplantate und zweierlei Maß auf dem globalen Verhütungsmarkt„.