Schlagwort-Archive: Reparationen

Trivialisierung der Shoah bei der Deutschen Bahn

Schon im vergangenen Oktober gab die Deutsche Bahn bekannt, einen ihrer neuen ICE 4-Hochgeschwindigkeitszüge nach Anne Frank zu benennen. Diese Entscheidung wurde weithin diskutiert und hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen, ist aber zumeist heftig kritisiert worden. Die Namensvorschläge waren in einer offenen Ausschreibung gesammelt worden. Entschieden hat schließlich eine sechsköpfige Jury aus PR- und Marketingfachleuten unter Vorsitz der leitenden Konzernhistorikerin Susanne Kill. Weiterlesen

Rückgabe von Kulturobjekten und menschlichen Gebeinen nach Afrika

In einem von Berlin Postkolonal initierten offenen Brief (auch auf Englisch und Französisch auf der gleichen Seite) fordern viele Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen die Bundesregierung auf, sich für eine Restitution von rituellen Objekten und menschlichen Gebeinen aus kolonialem Unrechtskontexten einzusetzen. Der Brief kann von Organisationen noch bis zum 7. Januar 2018 unterschrieben werden. Schickt dafür bitte eine Mail an buero(at)berlin-postkolonial.de. Bitte an entsprechende Organisationen im In- und Ausland weiterleiten!

Zum internationalen Tag für Reparationen

Der 12. Oktober hat viele Bedeutungen: Columbus Day, Día de la Raza, Tag des indigenen Widerstands oder auch internationaler Tag für Reparationen. Dazu wollen wir in Kurzmeldungsformat auf ein paar Ereignisse hinweisen:

In Berlin hielten die über den Genozid an Herereo und Nama diskutierenden Bundestagsausschüsse einer Gruppe von Genozidforscher*innen der Herero Community aus den USA ebenso ihre Türen verschlossen wie die Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU). Die Pressemitteilung des Kampagnenbündnisses Völkermord verjährt nicht findet sich hier.

In Caracas/Venezuela wurde die Statue von Christoph Kolumbus mit einer antikolonialen Statue ersetzt und in den USA wird weiter an Transforming Columbus Day gearbeitet. Einen aktuellen Beitrag gibt es bei Latino Rebels.

In Berlin ist der Blog “Rassismus_Verlernen: Kämpfe um Reparationen für Kolonialismus und Versklavungshandel” mit ersten Beiträgen online gegangen. Aktuelle Beiträge von ColonialismReparation finden sind hier.

 

VertreterIinnen von Herero und Nama besuchen Berlin

Nach der Armenien-Debatte fordern Zivilgesellschaft und Opposition die Anerkennung des 1904-08 von der deutschen „Schutztruppe“ begangenen Völkermords im heutigen Namibia. In Berlin werden führende Herero und Nama für die Übergabe eines Appels, öffentliche Gedenkveranstaltungen und Diskussionsrunden erwartet. Weiterlesen

Petition concerning Hereros’ & Namas’ Genocide Reparations from Germany

Today, activists are delivering a petition to Germany Embassies and General-Consulates all over the world to support the just quest by Herero representatives for reparations from Germany for the German colonial genocide. In Berlin, the petition is handed over by the NGO alliance
„Völkermord verjährt nicht!“ (see the press release). On this occasion, the German-Namibian website www.genocide-namibia.net is launched.

Gedenkmarsch am 28.2. in Berlin

Am nächsten Samstag, den 28.2. findet in Berlin der 9. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Versklavung, Menschenhandel, Kolonialismus und rassistischer Gewalt statt, zu dem ein Bündnis um den Zentralrat der afrikanischen Gemeinde aufruft.

In diesem Zusammenhang auch der Hinweis auf die aktuelle Petition der Ovaherero und Nama mit der Forderung nach Reparationen für den Genozid von 1904-1908.

Empfang der geraubten Gebeine wird von Herero und Nama boykottiert

Das internationale NRO Bündnis “Völkermord verjährt nicht!” berichtete letzte Woche:

“Eklat in Windhoek: Herero und Nama boykottieren Empfang der Gebeine aus Berlin

Gegen 7 Uhr früh sind heute die in der Kolonialzeit zu rassistischen Forschungen nach Deutschland verschleppten Gebeine von 35 afrikanischen Menschen – darunter Opfer des Genozids an den Herero und Nama – in der namibischen Hauptstadt Windhoek eingetroffen. Zu 10 Uhr hatte Regierung die betroffenen Volksgruppen und ihre traditionellen Führer in den Parlamentsgarten eingeladen, wo sich ca. 300 Menschen versammelten. Die Hälfte der Stühle blieb dennoch leer.

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For Whites Only? Rückgabe von geraubten Gebeine an Namibia hinter verschlossenen Türen

[Update zu diesem Blogeintrag unter Empfang der Gebeine boykottiert.]

Gemeinsame Pressemitteilung des internationalen NGO-Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“ und des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland

For Whites Only?

Deutschland schließt Nachfahren Kolonisierter und kritische Öffentlichkeit von Rückgabe weiterer geraubter Gebeine an Namibia in Berliner Charité aus. 120 NGO fordern Entschuldigung und Wiedergutmachung für kolonialen Landraub und Genozid in Namibia. Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland verlangt Rückgabe aller in Afrika angeeigneten Gebeine und Kulturschätze.

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