Unserem Kollegen, dem Schriftsteller Doğan Akhanlı, wurde am 17. Mai 2018 im österreichischen Villach der PEN-Toleranzpreis verliehen. Seine Warnungen vor dem erstarkenden Nationalismus und Rassismus in Deutschland, Europa und darüber hinaus, über vergangene und heutige Gewalt, sowie seine Anregungen zur Erinnerungskultur könnt ihr hier nachlesen.
Archiv des Autors: glokal
Wir habe unser Haus gekauft!
Infos und Hintergrundinformationen zu unserem Büro-Projekthaus in der Lausitzer Str. 10 in Berlin-Kreuzberg findet ihr auf facebook und auf der Webseite Forever Lause.
Übergriff der Berliner Kriminalpolizei auf sozialpädagogische Jugendwohngruppe
Mit dieser Stellungnahme macht der Kinder- und Jugendhilfe-Verbund Berlin / Brandenburg (KJHV zentral) einen Übergriff der Berliner Kriminalpolizei auf ihre sozialpädagogische Jugendwohngruppe für unbegleitete minderjährige Geflüchtete öffentlich. Weiterlesen
Zivilcourage ist notwendig, nicht kriminell – Solidarität mit dem Widerstand geflüchteter Menschen gegen Abschiebungen!
Erklärung zu den Geschehnissen in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) für Asylsuchende in Ellwangen anlässlich der Verhinderung einer Abschiebung. Weiterlesen
Wo ist der Skandal?
Ein angeblicher Korruptionsskandal im Bremer BAMF wird zur Legitimationsgrundlage zehntausender Überprüfungen positiver Asylbescheide und zum Mittel der Schikane von Schutzberechtigten. Weiterlesen
Qualifizierungsreihe für (bis zu) 10 Menschen mit Fluchterfahrung
Willst du Trainer*in für politische Bildung sein?
Bei uns kannst du eine Fortbildung dazu machen, bewirb dich noch bis zum 24. April 2018! Weiterlesen
Newsletter März 2018
Liebe Freund*innen,
es sind einige Monate vergangen seit unserem letzten Newsletter und wir haben einiges in diesem etwas längeren Update zu berichten.
- Probiert es aus: eLearning Tool ‚connecting the dots. Geschichte(n) von Unterdrückung und Widerstand‘ ist online
- Stimmt für uns ab: Spendenvoting für Druckkosten des pädagogischen Begleitreaders unserer Ausstellung bis 31. März
- Meldet euch an: Die neue OPAT-Qualifizierungsreihe geht im Mai los! Anmeldung bis 24. April
- Kommt alle: Emine Demir und Doğan Akhanlı von glokal lesen am 30. März im Kafe Karanfil aus Doğans neuem Buch vor
1. Nachdem wir im letzten Dezember unsere Broschüre ‚connecting the dots. Lernen aus Geschichte(n) zu Unterdrückung und Widerstand‘ herausgebracht haben, freuen wir uns, dass nun unser (fast) gleichnamiges eLearning Tool ‚connecting the dots. Geschichte(n) von Unterdrückung und Widerstand‘ online ist.
Mit Zitaten von Menschen aus über 500 Jahren möchten wir Geschichte(n) spannend und leicht zugänglich darstellen und um neue Perspektiven erweitern. Zusätzlich zu bekannten mächtigen europäischen Männern legen wir beim eLearning Tool den Schwerpunkt auf widerständige Perspektiven, auf antikolonialen Widerstand und in der Mehrheitsgesellschaft oft ungehörte und unbekannte Perspektiven: Von Frauen, Schwarzen Menschen, People of Color, aus dem Globalen Süden, Personen, deren Sexualität nicht in gesellschaftliche Normen passt und vielen mehr.
Durch den Fokus auf widerständige Geschichten möchten wir deutlich machen, dass jeder einzelne Mensch ein handelndes Subjekt von Geschichte sein kann und somit die Möglichkeit hat, für eine gerechtere Gesellschaft einzutreten. In dem eLearning Tool könnt ihr zu einer Vielzahl an Themen hegemoniale und widerständige Perspektiven finden: Migration und Flucht, Kolonialismus, Rassismus in Deutschland, Mensch und Natur, Arbeit, Kapitalismus, Demokratie und Herrschaft, Kultur, Gender und Sexualität sowie Entwicklung.
Wir arbeiten noch an einigen kleinen Korrekturen und freuen uns auf eure Rückmeldungen!
Noch in diesem Jahr werden zwei Workshops zu Themen der historisch-postkolonialen Bildungsarbeit stattfinden. Wir halten euch auf dem Laufenden!
2. Spendenvoting für unser Anschlussprojekt, die Wanderausstellung zu ‚connecting the dots‘
Wir werden auch weiterhin historisch-postkolonial arbeiten und möchten bis Anfang 2019 eine Ausstellung entwickeln, die auf das eLearning Tool aufbaut, hier aber noch stärker widerständige Perspektiven in den Mittelpunkt stellt.
Für den pädagogischen Begleitreader der Ausstellung fehlt uns das Geld für die Druckkosten! Darum machen wir bei einem Wettbewerb mit, bei dem über unterschiedliche Projekte abgestimmt werden kann. Bitte unterstützt uns dadurch, dass ihr hier für das glokal-Projekt stimmt!
3. Qualifizierungsreihe für (bis zu) 10 Menschen mit Fluchterfahrung
Willst du Trainer*in für politische Bildungsarbeit werden? Bei uns kannst du eine Fortbildung dazu machen, bewirbt dich!
Mit unserer Qualifizierungsreihe wollen wir euch als Geflüchtete und Menschen mit Fluchterfahrung erreichen. Ihr sollt als Trainer*innen, Multiplikator*innen und Berater*innen in der Bildungsarbeit geschult werden, so dass ihr selbst Empowerment- und Sensibilisierungsworkshops zum Thema Antirassismus durchführen könnt. Wir wollen mit den Qualifizierungsworkshops verschiedene pädagogische Methoden für euch zugänglich machen und gleichzeitig einen Raum schaffen, wo euer Wissen Gehör findet. Wir arbeiten prozessorientiert, beziehen also die Wünsche der Teilnehmer*innen mit ein.
Am Ende der Qualifizierungsreihe ist es vorgesehen, dass ihr selbst ein Praxisprojekt (einen Empowerment- und einen Sensibilisierungsworkshop) durchführt, bei Bedarf mit erfahrenen Referent*innen von glokal e.V.
Die Qualifizierungsreihe wird auf Deutsch stattfinden. Es wäre gut, wenn du fließend Deutsch sprichst (Niveau B1). Die Qualifizierungsreihe richtet sich insbesondere an Geflüchtete und Menschen mit Fluchterfahrung, die erst seit wenigen Jahren in Deutschland sind. Es ist wichtig, dass ihr Lust habt, in der politischen Bildung zu arbeiten.
Anmeldefrist: 24. April 2018
Anmeldung unter: opat[at]glokal.org, Mehr Informationen auf deutsch, arabisch und englisch und auf unserer Webseite.
4. Lese- und Diskussionsabend mit Emine Demir und Doğan Akhanlı von glokal
Am Freitag, 30.03.2018 findet im Kafe Karanfil (Mahlowerstr. 7, Berlin-Neukölln) eine Lesung mit nachfolgendem Gespräch mit Emine Demir und Doğan Akhanlı statt.
‘19. August 2017: Spanische Polizisten verhaften Doğan Akhanlı, einen deutschen Staatsbürger, in Granada. Die Türkei hatte ihn über Interpol zur Festnahme ausgeschrieben. Die Tür seiner Zelle schließt sich hinter ihm – wieder einmal. Wie in einer Zeitkrümmung durchlebt er erneut die Monate und Jahre, die er in der Türkei als politischer Häftling verbracht hat – 1975, 1985-1987 und ab August 2010. „Verhaftung in Granada“ ist, bei aller Grausamkeit und allem Unrecht, von denen die Rede ist, eine abenteuerliche, poetische und oft auch humorvolle Reise durch die letzten 40 Jahre, die uns hilft zu verstehen, warum in der Türkei noch immer und wieder Willkür und Gewalt herrschen.‘ In einem Wechsel aus Lesung und Gespräch werden Emine Demir und Doğan Akhanlı aus seinem neu erschienenen Buch ‘Verhaftung in Granada oder Treibt die Türkei in die Diktatur?‘ in deutscher und türkischer Sprache lesen und diskutieren.
Kommt, lauscht, diskutiert und trinkt mit uns!
Für Kurzentschlossene: Doğan liest auch heute, am 23.03.2018, um 19.00h im Café loislane (Emser Str. 41, 12051 Berlin).
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Wir weisen zum Schluss nochmal auf unsere Materialplattform ‚mangoes&bullets‘ hin, auf der ihr weiteren Stoff findet: Methoden für die politische Bildungsarbeit, Bücher, Bilder, Kunstprojekte etc.
Herzliche Grüße,
das Team von glokal
Stimmt bis 31. März für das glokal-Projekt!
Liebe Leute, wir möchten eine neue Publikation erstellen und dafür fehlt uns das Geld! Ende 2018 möchten wir einen Ausstellungsreader drucken zum Thema „Historisch-Postkoloniale Geschichten von Widerstand“. Darum machen wir bei einem Wettbewerb mit, bei dem über unterschiedliche Projekte abgestimmt werden kann. Bitte unterstützt uns dadurch, dass ihr hier für das glokal-Projekt stimmt! Weiterlesen
Trivialisierung der Shoah bei der Deutschen Bahn
Schon im vergangenen Oktober gab die Deutsche Bahn bekannt, einen ihrer neuen ICE 4-Hochgeschwindigkeitszüge nach Anne Frank zu benennen. Diese Entscheidung wurde weithin diskutiert und hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen, ist aber zumeist heftig kritisiert worden. Die Namensvorschläge waren in einer offenen Ausschreibung gesammelt worden. Entschieden hat schließlich eine sechsköpfige Jury aus PR- und Marketingfachleuten unter Vorsitz der leitenden Konzernhistorikerin Susanne Kill. Weiterlesen
Konservative Geschichtsdidaktik und Rechtsruck in Deutschland
In einem offenen Brief erklärt die Historikerin und Lehrerin Regina Richter, warum sie aus der Konferenz für Geschichtsdidaktik – Verband der Geschichtsdidaktikerinnen und Geschichtsdidaktiker Deutschlands e.V. austritt. Mit ihrer Kritik und ihrem Protest ist sie nicht alleine. Mehrere Beteiligte verließen die Konferenz.