Archiv des Autors: glokal

Klimacamp und Degrowth Sommerschule

Ende dieser Woche beginnen im Rheinland das Klimacamp und die Degrowth Sommerschule. Das Oberthema dieses Jahr ist „Skills for System Change“. Ein Tag ist der Herausforderung, „Hegemonie aufbrechen – Rassismus und Neoliberalismus entgegentreten“ gewidmet.

 

Erleben Sie ein Déjà-vu?

Dogan Akhanli über die Türkei
1980 hat der Schriftsteller Dogan Akhanli einen Militärputsch in der Türkei miterlebt. Genau wie heute wurden damals Intellektuelle und Menschenrechtler in den Untergrund und ins Exil gezwungen. Britta Bürger hat in „Fazit“ mit Dogan Akhanli gesprochen.

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Ein Kommentar von Uri Degania: „Ich habe meine Hoffnung nie aufgegeben!“

„Erdogan handelt wie ein Diktator“

Es ist ein Putsch im Putsch | Kölner Stadt Anzeiger: Interview mit Dogan Akhanli | Das Gespräch führt  Uli Kreikebaum | 20.07.2016
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»Auf Tauben schießt man nicht« – ein Gespräch mit dem Schriftsteller Dogan Akhanlı über die Aufarbeitung des Genozids an den Armenier_innen. | Interview: Ceren Türkmen
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«Ich habe gelernt, mit meinen Traumata gut zu leben»
Der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli über die derzeitige politische Lage in der Türkei
Von Roland Kaufhold | Neues deutschland | 11.8.2016
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Justiz in der Türkei Grundlos schuldig | FAZ- 26.08.2016, von Dogan Akhanli
Der türkischen Justiz kann jeder zum Opfer fallen: Dass ein Staatsanwalt einen Journalisten anklagt, schützt ihn nicht davor, selbst vor der Willkür der Justiz fliehen zu müssen. Ein Lehrstück über den Gewaltapparat eines arroganten Staates.
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Völkermord an den Ovaherero und Nama sofort anerkennen!

Pressemitteilung des Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“ vom 13.06.2016:

Das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ begrüßt die am 12.6.2016 in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ geäußerte Kritik des Bundestagspräsidenten Prof. Norbert Lammert am Ausbleiben einer offiziellen Anerkennung des deutschen Genozids an den Ovaherero und Nama 1904-08 durch den Deutschen Bundestag.

Mit seinem Hinweis auf Bedauern und Peinlichkeit spricht der Bundestagspräsident, wenn auch in höchst verhaltener Sprache, schwerwiegende Versäumnisse der offiziellen deutschen Politik an. Die langjährige Weigerung aufeinanderfolgender Bundesregierungen, den Völkermord in Namibia anzuerkennen bleibt ein Armutszeugnis für die Bundesrepublik Deutschland und passt in keiner Weise zu deren Selbstbild als „Erinnerungsweltmeister“ und dem damit verbundenen beispielgebend kritischen Umgang mit der eigenen Geschichte. Es ist beschämend, dass sich die deutsche Politik dieses Versäumnis vom türkischen Präsidenten Erdoğan in einem Atemzug mit dessen rassistischen und übergriffigen Beschimpfungen von Bundestagsabgeordneten vorwerfen lassen muss. Hier ist der Bundesregierung, aber auch aufeinanderfolgenden Mehrheiten im Bundestag die jahrzehntelange Verweigerung einer ehrlichen Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands in erschreckender Weise auf die Füße gefallen.

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Die neue Spaß-EZ

tapfertypenMit den Slogan „Tapfer Typen – Extrem helfen“ schreibt die Hamburger Kampagne Viva con Aqua derzeit eine Reise nach Uganda als Preis für ein Gewinnspiel aus. Im Ausschreibungstext heißt es:

„Du fliegst in Begleitung eines/einer Viva-con-Agua-Mitarbeiters/-in am 18.03.2016 von Deutschland aus nach Uganda. […] In Kampala triffst du Nobert Latim und Papa Shabani, Mitbegründer der Crew Viva con Agua Kampala. Du begleitest sie in ihrem Alltag und lernst so auch weitere Freunde, Künstler und Unterstützer von Viva con Agua in Uganda kennen. Zusammen bereitet ihr den bevorstehenden Weltwassertag am 22.03.2016 vor: Im Projektgebiet Moroto sind einige Musik- und Kunstaktivitäten und WASH-Workshops geplant. Am 23.03.2016 reist Du mit den Viva con Agua-Aktivisten zurück nach Kampala. An den beiden Folgetagen sind auch hier Workshops, Musik- und Kunstaktionen, inkl. Song- und Videodreh geplant. All das mündet dann am Samstag, 26.03.2016, in das WELOVEYOUGANDA Music- & Artfestival #2. Am 27.03. trittst du von Kampala (Entebbe) den Rückflug an, so dass du am 28.03.2016 wieder in Deutschland bist.“

Aktionen wie diese sind nicht nur unter rassismuskritischen Gesichtspunkten, sondern selbst entwicklungspolitisch sehr zu hinterfragen. Man könnte sie als kaum bemerkenswerte Twitter-Werbung abtun und der Aktion nicht weiter Achtung schenken. Wir beobachten jedoch, Weiterlesen

Karl May will Skalpe nicht rausrücken

Seit mehreren Jahren gibt es Forderungen von Ojibwe und anderen Native American Nations an das Karl May Museum in Radebeul bei Dresden: Mehrere Skalpe, die sich in der Museumssammlung befinden, sollen zurückgegeben werden. Das Museum hatte der Rückführung der human remains im letzten Jahr zugestimmt, dies nun aber wieder widerrufen.

Red Haircrow, Native Autor und Aktivist in Berlin, schreibt dazu Folgendes:

„The Karl May Museum is absolutely in the wrong, and no amount of their posturing, blustering or supposed concern for “doing the right thing” makes their attitude okay. They’re wrong. The scalp(s) need to be returned. This is an yet another ugly example of how the collecting of “native goods/items/remains” or cultural appropriation through Indian hobbyists or by museums and the like can cause international issues and continue historic trauma to Native Americans or other indigenous peoples.“

Auch jenseits des Karl May Museums gibt es in Dresden eine aktuelle Debatte zum Umgang mit human remains in staatlichen Museen, u.a. im Sächsischen Landtag durch zwei Kleine Anfragen (hier und hier).

#ausnahmslos

spontane Plakatwerbung zu #ausnahmslos in Erfurt, via twitter

spontane Plakatwerbung zu #ausnahmslos in Erfurt, via twitter

Nach den rassistischen Medienberichten im Nachgang zur Silvesternacht in Köln haben eine Gruppe feministischer Bloggerinnen und Autorinnen den Aufruf #ausnahmslos gestartet. Damit wenden sie sich zusammen mit vielen hundert Unterzeichner*innen „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall.“ und formulieren Forderungen an Politik und Medien.

Der Aufruf kann hier mitgezeichnet werden.

 

Warum Kinder keine Weihnachtsgeschenke sind

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Der Berliner Verein „ProNats e.V. – Verein zur Unterstützung arbeitender Kinder und Jugendliche“ hat kurz vor Weihnachten einen Artikel mit Forderungen an entwicklungspolitische Organisationen veröffentlicht. Unter dem Titel „Warum Kinder keine Weihnachtsgeschenke sind – 12 Forderungen an Spendenkampagnen“ kritisieren sie aus einer Kinderrechtsperspektive die Darstellungsweise von Kindern aus dem Globalen Süden im Fundraising der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und formulieren konkrete Forderungen von „Kindern als Akteur*innen darstellen“ bis hin zu einer Beendigung von Kinderpatenschaftsprogrammen.