Die Berliner Band Knorkator wirbt für ihre neuste Platte mit rassistischen Motiven und dem Slogan „We want Mohr“. Wir haben es zwar auf radioeins gehört, in Berlins Strassen gesehen und unseren Ohren und Augen nicht getraut, aber nichts unternommen. Glücklicherweise sind nicht alle untätig geblieben: So haben z.B. die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland eine Stellungnahme verfasst und der Blogger Atif Hussein hat einen Briefwechsel mit radioeins – rbb geführt.
Looted art and academic colonisation in Germany
The Archaeological Association of Nigeria (AAN) accuses the curators of the recent German Nok exhibition in Frankfurt of academic colonisation of archaeology for failing to agree to the exhibition first being hosted on Nigerian soil and for several other breaches concerning the heritage of Nigeria. For more information, see the statement by the AAN, an article on Pambazuka by the president of the AAN, Zacharys Anger Gundu, and an essay by Kwame Opoku in Modern Ghana.
Neue Hinweise auf Mord an Oury Jalloh
Am 11. November 2013 hat die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V. sowie mehrere Einzelpersonen Strafanzeige wegen Totschlag oder Mord gegen unbekannte Polizeibeamte im Todesfall Oury Jalloh bei Generalbundesanwalt Harald Range in Karlsruhe gestellt. Grundlage ist ein neues Brandgutachten, das am 12.11.2013 auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurde. Es werden weiterhin dringend Spenden für Gutachten/Untersuchungen, Anwalts- und Gerichtskosten sowie politische Aktionen benötigt.
The Caribbean nations are demanding reparations
Members of the Caribbean Community (CARICOM) have decided to promote actions to monitor the reparations for the genocide of the native people and slavery and call on the former colonizers (United Kingdom, France, Netherlands, etc. ) to apologize and compensate their former colonies for the colonial period. Colonialism Reparation supports this decision and provides background information.
Rassismus in Schulbüchern
NeRaS – Netzwerk Rassismus an Schule hat am 6. November 2013 einen offenen Brief an mehrere Schulbuchverlage verfasst, mit der Forderung, rassistische Inhalte aus Schulbüchern zu entfernen. Der Brief kann hier gelesen und von Einzelpersonen und Organisationen unterzeichnet werden.
Sonderheft in Erinnerung an Trayvon Martin
Die Zeitschrift ProudFlesh: New Afrikan Journal of Culture, Politics and Consciousness widmet ihre neue Ausgabe dem Gedenken an den im Februar 2012 erschossenen Trayvon Martin. Die 29 Beiträge des Sonderhefts umfassen u.a. Lyrik, Kommentare, Lieder, Videoanalysen, Petitionen und Dossiers.
Wiederholte Polizeigewalt an Trans*of Color – eine Pressemitteilung von LesMigraS und GLADT
Am 23. Oktober 2013 wurde einer unserer Mitarbeiter zusammen mit drei weiteren Protestierenden auf einer Kundgebung gegen die Polizeigewalt und die Festnahmen von Aktivist_innen des Flüchltlings-Protestcamps am Oranienplatz (Berlin-Kreuzberg) festgenommen. Während des etwa einstündigen Polizeigewahrsams verhielten sich die Polizist_innen Trans* diskriminierend und gewaltvoll gegenüber unserem Kollegen. Dabei wurden seine Grundrechte , die zu wahren jegliche staatliche und ausführende Gewalt laut Grundgesetz verpflichtet ist, stark missachtet und verletzt. Weiterlesen
Neues von NoHumboldt 21!
glokal ist Teil des Bündnisses gegen das Humboldt-Forum im Berliner Schloss. Während die Kritik bisher verstärkt digital geäußert wurde z.B. in einer Resolution, die bereits von über 70 Organisationen und über 500 Einzelpersonen unterzeichnet wurde, finden diesen Herbst eine Reihe spannender Veranstaltungen rund um die Kritik am Humboldt Forum statt. Am 22.10. findet eine zentrale Veranstaltung in der Werkstatt der Kulturen zum Thema „Preußischer Kulturbesitz? Postkoloniale und entwicklungspolitische Perspektiven auf das Humboldt-Forum – Zum Umgang mit Kulturgütern und Human Remains aus der Kolonialzeit“ statt. Am 24.10. startet eine Reihe von Dialogforen mit der Veranstaltung „No amnesty on Genocide!“ im Haus der Demokratie.
Auf politischer Ebene gab es in der Zwischenzeit eine Kleine Anfrage der Grünen Berlin an den Berliner Senat zur postkolonialen Auseinandersetzung mit dem Humboldt Forum. Dr. Kwame Opuko hinterfragt die Antwort des Berliner Senats in einem ausführlichen Artikel “Did Germans Never Hear Directly or Indirectly Nigeria’s Demand for Return of Looted Artefacts?” und kritisiert sowohl den Umgang mit kolonialen Raubgütern als auch die scheinheilige politische Rhetorik.
Zuletzt weisen wir auf einen offenen Briefwechsel zwischen Frank Holl und dem Bündnis No Humboldt 21! hin. Der Humboldt-Biograf warf in seinem Brief der Kampagne vor, Alexander von Humboldt als einen Repräsentanten des europäischen Kolonialismuses darzustellen und dabei seine antikolonialen Positionen zu unterschlagen. In einem Antwortbrief zeigen die Bündnispartner von No Humboldt 21! detailliert auf, warum seine Zitate, Aktivitäten und Grundhaltung aus einer postkolonialen Perspektive sehr wohl problematisiert werden müssen.
1. International Day for Reparations Related to Colonialism / Journée internationale pour les réparations liées à la Colonisation
Am 12. Oktober 1492 ist Christopher Kolumbus in der „Neuen Welt“ angekommen. Das Datum kennzeichnet den Beginn von Eroberung und Ausbeutung. Ein Zusammenschluss von Organisationen und Initiativen weltweit ruft 2013 erstmalig zum „International Day for Reparations Related to Colonialism“ auf. glokal hat den Aufruf unterzeichnet. Hier ein kurzer Ausschnitt daraus:
Colonization is a global phenomenon: there is hardly a country in the world that has not been colonized, a colonizer, or both, such as the United States. Colonization is one of the phenomena that has most disrupted humanity. It has left a deep and lasting impression on all continents and the consequences of this are
- demographic: there are millions of people who have been exterminated, deported, or sold into forced labour.
- political: in Africa, America, Asia, and Oceania, cities, kingdoms and empires have disappeared. Traditional communities were gradually disrupted and subjected to European domination.
- economic: the entire economic fabric of societies was brutally dismantled. Crops were looted and famines became more frequent. Dispossessed of their own wealth, those who were colonized were permanently immersed in a state of chronic poverty.
- cultural: colonization destroyed many civilizations, languages, cultures and religions. Those who were colonized often lost their roots and their identity. The social image of the non-European was degraded and this has facilitated the development of racist theories, which has fuelled violence and discrimination of all kinds.
- ecological: the introduction of technologies in the service of profit and productivity focused visions caused the ransacking of millions of hectares of forests, the wasting of natural resources, the pollution of whole regions and it has made the environment fragile and deteriorated public health. It has also helped to disrupt ecosystems and, of course, the most devastating effect of colonization from an ecological aspect is the increase of global warming.
Hetze gegen Marika Schmiedt – widerständige Roma-Positionen werden kriminalisiert
Der Paria hält die Solidarisierung mit Marika Schmiedt für unerlässlich, weil mit ihr die gesamte Roma-Freiheitsbewegung kriminalisiert wird. Besonders empört ist Der Paria über die Komplizenschaft des Obmanns österreichischer Roma Rudolf Sarközi mit den ungarischen Nationalisten, weswegen auch ein offener Brief an Sarközi verfasst wurde. Hier geht es zum Artikel von Der Paria.