Seit gestern Mittag hat das frisch aufgehängte Wandbild an der Ecke Manteuffelstraße/Oranienstraße (Berlin-Kreuzberg) zur Erinnerung an den NSU-Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße ein Loch und damit eine inhaltliche Lücke – der Satz „NSU: Staat und Nazis Hand in Hand“ wurde von der Berliner Feuerwehr im Auftrag der Berliner Polizei aus dem Bild herausgerissen, ohne richterliche Anordnung. Zu dieser skandalösen Kriminalisierung politischer antirassistischer Arbeit haben Allmende e.V. und das Bündnis gegen Rassismus eine Pressemitteilung herausgegeben.
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Verhinderung der Abschiebung eines Refugee-Aktivisten
Am Mittwoch, den 28.5.2014, sollte Abdoul Drammé Kaboré, einer der am Alex und Breitscheidtplatz protestierenden Geflüchteten, von Berlin-Tegel aus nach Spanien abgeschoben werden. Dank des engagierten Widerstandes der Aktivisten von Asylum Rights Evolution sowie von Freund_innen und Unterstützer_innen konnte das vorerst verhindert werden. Nun soll die Abschiebung aber am kommenden Dienstag, den 3.06. (genaue Zeit noch nicht bekannt), stattfinden. Weiterlesen
Praxishandbuch „Partnerschaft und Dominanz“
Der Weltfriedensdienst hat in den 1990er Jahren ein Anti-Rassismusprojekt durchgeführt, auf das wir uns in unserer Arbeit beziehen. Nun steht der Klassiker hier online zur Verfügung.
Press Release by Refugees on Hunger Strike at Oranienplatz
We started the hunger strike after our place of resistance was destroyed with colonial methods. Today is the 8th day of hunger strike and another refugee has joined us. Weiterlesen
Nelken für Napuli!
Gemeinsamer Aufruf von AfricAvenir International, AFROTAK TV CyberNomads, Berlin Postkolonial, glokal, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, Tanzania-Network.de
Nelken für Napuli!
Fast ohne Verpflegung saß die Refugee-Aktivistin Napuli Langa fünf Tage auf einer Platane am Berliner Oranienplatz und weigerte sich, das zerstörte Camp der Geflüchteten zu verlassen. Bevor sie gestern Abend geschwächt aber wohlbehalten herabstieg, hat sie einen großartigen Sieg für die Geflüchteten am Oranienplatz erkämpft. Schriftlich hat der Senat versichert, dass das Infozelt der Geflüchteten wieder aufgebaut wird. Damit ist klar: Der Protest geht weiter – O-Platz is living!
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Empfang der geraubten Gebeine wird von Herero und Nama boykottiert
Das internationale NRO Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ berichtete letzte Woche:
„Eklat in Windhoek: Herero und Nama boykottieren Empfang der Gebeine aus Berlin
Gegen 7 Uhr früh sind heute die in der Kolonialzeit zu rassistischen Forschungen nach Deutschland verschleppten Gebeine von 35 afrikanischen Menschen – darunter Opfer des Genozids an den Herero und Nama – in der namibischen Hauptstadt Windhoek eingetroffen. Zu 10 Uhr hatte Regierung die betroffenen Volksgruppen und ihre traditionellen Führer in den Parlamentsgarten eingeladen, wo sich ca. 300 Menschen versammelten. Die Hälfte der Stühle blieb dennoch leer.
For Whites Only? Rückgabe von geraubten Gebeine an Namibia hinter verschlossenen Türen
[Update zu diesem Blogeintrag unter Empfang der Gebeine boykottiert.]
Gemeinsame Pressemitteilung des internationalen NGO-Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“ und des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland
For Whites Only?
Deutschland schließt Nachfahren Kolonisierter und kritische Öffentlichkeit von Rückgabe weiterer geraubter Gebeine an Namibia in Berliner Charité aus. 120 NGO fordern Entschuldigung und Wiedergutmachung für kolonialen Landraub und Genozid in Namibia. Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland verlangt Rückgabe aller in Afrika angeeigneten Gebeine und Kulturschätze.
Umbenennung der M-Strasse: Berliner Kurier veröffentlicht falsche Ergebnisse
Offener Brief an Heimathafen Neukölln „Wir sind keine ‚Schlitzaugen'“!
Der Verein Korientation e.V. hat gemeinsam mit einem großen Bündnis an Organisationen und Einzelpersonen einen offenen Brief an den Heimathafen Neukölln geschrieben und damit die öffentliche Auseinandersetzung über anti-asiatischen Rassismus erneut angestoßen:
„Wir haben zu unserem Entsetzen erfahren, dass bis zum 04. Februar 2014 über einen längeren Zeitraum hinweg trotz eingegangener Beschwerden der Heimathafen Neukölln im Rahmen seiner Ausstellung»I love NK« ein für asiatische Menschen unzweifelhaft verletzendes Bild gezeigt hat. Auf diesem Foto ist eine blonde weiße Frau in einem weißen Heimathafen-T-Shirt mit dem Aufdruck »I love NK« in einer ostasiatisch anmutenden Parkanlage zu sehen. Ihr grinsendes Gesicht reproduziert ein altes und sehr herabsetzendes rassistisches Stereotyp, indem sie mit ihren Fingern ihre Augen zu »Schlitzen« hochzieht. […]“
Unsäglich STIHLlos: Aufruf gegen frauenverachtenden Stihl-Kalender
Der diesjährige Weltweitwissen Kongress unter dem Titel „Perspektiven wechseln – Bundesweiter Kongress für Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ fand vom 16.-18. Januar im Haus der Wirtschaft Baden-Württembergs in Stuttgart statt. Zum Entsetzen vieler Teilnehmender wurde prominent im Foyer die Fotoausstellung zum diesjährigen STIHL-Erotik-Kalender (Achtung Trigger-Warnung) ausgestellt. Der diesjährige Kalender (Auflage 900.000 Stück) des schwäbischen Motorsägenherstellers, den es seit 40 Jahren(!) mit ähnlichen diskriminierenden Bildern gibt, wird folgendermaßen beschrieben:
„Inspiriert von faszinierenden Nachtaufnahmen wilder Tiere, wird das Zusammenspiel von Weiblichkeit und Technologie in „Einmalige Begegnungen“ als nächtliches Aufeinandertreffen inszeniert: Vom Licht der Kamera ertappt bewegen sich Frauen wie scheue Tiere in der beeindruckenden Natur Südafrikas.“
