Archiv der Kategorie: Unkategorisiert

The World War One in Africa Project: What happened in Africa should not stay in Africa

For the next four years, the world is celebrating the Centenary of World War I,  and once again Africa is not invited to the party. This project a attempts to tell the stories of Africans’ involvement in the Great War. For example, throughout the East Africa campaign, the longest and deadliest part of the war on the continent by far, both Britain and Germany relied heavily on porters, to the tune of four per one soldier. This translated into one million Africans under British command carrying, cooking, cleaning, and dying of exhaustion, malnutrition and disease, in a guerrilla war of short raids and long treks from present-day Kenya to Zambia over the course of four years. In Germany, berlin postkolonial contributes to challenging Europe’s colonial amnesia with a project that questions the idea that the war only lasted four years and rather embeds it in the longer history of Europe’s colonial endeavours.

Sexistischer Kackshitstorm und Solidaritätserklärungen

Nachdem Wissenschaftler_innen, die sich mit Geschlechter- und Sexualitätsforschung beschäftigt, aufgrund ihrer sexualpädagogischen Veröffentlichungen in den letzten Wochen in Medien wie Facebook, in Blogs und mit E-Mails auf das Schärfste sexistisch und homophob beleidigt und persönlich bedroht wurden, erklären sich Kolleg_innen und Initiativen per Solidaritätserklärungen solidarisch. Diese werden dann wiederum Ziel von Anfeindungen. Selbst der universitäre Betrieb hat sich angesichts des Ausmaßes der Angriffe zu einer Erklärung bewegen lassen.

 

Rassismus tötet: Jetzt auch im Freibad?

Am Samstag, den 19. Juli, ist ein junger Schwarzer Mann im Plötzensee in Berlin-Wedding ertrunken. Der diensthabende Bademeister des Freibades wurde vor einem Jahr nach rassistischen Gewaltvorfällen im Strandbad als Neonazi geoutet. Nun ist er bei dem Badeunfall anscheinend auffällig untätig geblieben, und die Freibadleitung stellt sich kategorisch hinter ihn. Auf der Facebook-Seite des Freibades wurde intensiv über den Vorfall und die Reaktion des Freibad-Unternehmens diskutiert. Fragen, ob die Unterschrift des Bademeisters unter eine Ausstiegserklärung aus der rechten Szene oder die teilweise „migrantische“ Zusammensetzung des Schwimmbadpersonals ausreichen, um den Rassismusvorwurf prinzipiell aus dem Weg zu räumen, waren den Freibadbetreibern wohl zuviel: Die Facebook-Seite ist verschwunden. Aber ein aufmerksamer Mensch hat dies und die Diskussion öffentlich gemacht. Die unliebsamsten weil kritischsten Kommentare waren allerdings schon vorher vom Freibad gelöscht worden.

Kritik an Doku über Antirassismus-Training im ZDF

Am 10. Juli 2014 zeigte ZDFneo die Dokumentation „Der Rassist in uns“. Freiwillige nehmen an dem sogenannten „Blue-Eyed-Training“ teil, welches die Teilnehmenden am eigenen Leib erfahren lassen soll, was Diskriminierung bedeutet. Macht das Experiment wirklich deutlich, wie Rassismus funktioniert? Hilft es, Rassismus zu bekämpfen und zurückzudrängen? „Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.“ findet Nein und argumentiert in dem Beitrag „Der autoritäre Charakter. Das ZDF-Projekt ‚Der Rassist in uns'“, dass das Experiment einer emanzipatorischen Bildungsarbeit“ widerspricht. Unserer Meinung nach werden mit dem Ansatz der Blue-Eyed-Trainings, die Empathie und Verständnis bei Weißen wecken wollen („in vier Stunden kannst du nachempfinden, wie sich Rassismus anfühlt“), vielmehr Rassismuserfahrungen Schwarzer Menschen und People of Color bagatellisiert. Rassismus wird auf eine zwischenmenschenliche Ebene reduziert, anstatt das komplexe Zusammenwirken mit gesellschaftlicher und institutioneller Ebene zu thematisieren. Aus unserer Perspektive vernachlässigt das Experiment neben Widerstandsperspektiven somit vor allem auch den historisch gewachsenen, strukturellen Charakter von Rassismus, den Ahmer Rahmans Clip zu Reverse Racism gut auf den Punkt bringt.

NSU-Schlappe für Polizei: “Staat & Nazis Hand in Hand” verunglimpft Staat nicht

Zur kürzlich gebloggten Kriminialisierung politischer antirassistischer Arbeit berichtet das Migazin:

„Was folgte, hätte für das Berliner Landeskriminalamt nicht peinlicher kommen können. Am 10.Juni stellte die Berliner Staatsanwaltschaft das von der Polizei eingeleitete Strafverfahren wegen Verunglimpfung des Staates ein. Die Staatsanwaltschaft bewertet die strittige Aussage [Staat und Nazis Hand in Hand] als eine im Kontext der Erkenntnisse zum NSU-Komplex zulässige Meinungskundgabe und betont, „dass die Formulierung ‚Staat und Nazis Hand in Hand‘ keine Gleichsetzung des Staates mit Nazis zum Ausdruck bringt, sondern nur eine enge Kooperation des Staates mit Nazis anprangert.“

Dies möge provokativ und überzogen sein, räumt die Staatsanwaltschaft ein, ergänzt aber: „Doch vor dem Hintergrund der öffentlichen Debatte um die Rolle von staatlichen Organen im Zusammenhang mit den Anschlägen des NSU und der Aktualität dieser Debatte aufgrund des in München laufenden Prozesses gegen Beteiligte des NSU, sowie des 10. Jahrestages des Terroranschlages in Köln sei die Äußerung indes als zulässige Meinungskundgabe hinzunehmen.““

Zwangsräumung der von Geflüchteten besetzten Schule in Kreuzberg

Nach Medienberichten und Aussage des Bezirksstadtrats Hans Panhoff (Bündnis 90/GRÜNE) steht eine Zwangsräumung der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule, die seit anderthalb Jahren Geflüchteten als Zuflucht und Zentrum des gemeinsame Kampfes gegen Residenzpflicht, Unterbrinung in Lagern, Abschiebungen etc. dient, kurz bevor. Für den Protest dagegen gibt es hier ein Mobilisierungsvideo.

 

Weltflüchtlingstag – Flüchtlingen am Berliner Oranienplatz jetzt Aufenthalt gewähren!

Anlässlich des Weltflüchtlingstages der Vereinten Nationen am 20. Juni 2014 fordern die Mitgliedsorganisationen des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags (BER) und weitere Organisationen eine Aufenthaltsgewährung für die Flüchtlinge des geräumten Protestcamps auf dem Berliner Oranienplatz. Weiterlesen

Armutseinwanderung – ein populistischer Mythos

Amaro Foro e.V. und das Rroma-Informations-Centrum haben eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben, in der sie die geplante Gesetzesverschärfung der Bundesregierung kritisieren, mit der gegen den vermeintlichen Sozialmissbrauch durch rumänische und bulgarische Staatsbürger_innen vorgegangen werden soll. Die beiden Organisationen weisen daraufhin, dass mit dieser populistischen Maßnahme rassistische Vorurteile befördert und Ängste geschürt werden. Sozialmissbrauch finde in allererster Linie auf Seiten der deutschen Wirtschaft statt, die von der prekären Situation vieler Einwanderer_innen profitiert. Zur Pressemitteilung